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    Transdermale Pflaster

Testen von Dosierung & Leistung von Transdermalen Pflastern

Transdermale Arzneimittelabgabesysteme (Pflaster) begen pharmazeutische Wirkstoffe über die Haut oder Schleimhaut ab. Sie können für verschiedenste Erkrankungen genutzt werden, zum Beispiel als Schmerzmittel, zur Behandlung von Angina pectoris und Alzheimer-Demenz. Das Beschichtungssystem (oder Aufbau) des Pflasters ist so aufgebaut, dass es glatt auf der Haut liegt und das Medikament im vorbestimmten Tempo abgibt.

Soll ein neues Design oder eine neue Rezeptur auf dem Markt eingeführt werden, ist eine Designvalidierung erforderlich, um Dosierungsgenauigkeit, mechanische Leistung und Produktsicherheit zu gewährleisten und Toxizität auszuschließen. Zu den physikalischen Testanforderungen für ein Pflaster zählen Adhäsion, Anpassungsfähigkeit und ein einfacher Umgang. Am wichtigsten ist aber, dass der pharmazeutische Wirkstoff (Active Pharmaceutical Ingredient, API) wie vorgesehen sein Ziel sicher erreicht.

Die von MET erarbeiteten Prüfprogramme beinhalten Prüfung auf Formstabilität von Produkt und Dosierung, Schutz der Haut und Klebetests und die Verfügbarkeit des Arzneimittels. Die physikalischen Tests in Verbindung mit dem Pflaster können in DIN EN 13726 (Wundverbände) gefunden werden, während die Toxizitätstestanweisungen in DIN EN ISO 10993 (biologische Sicherheit) stehen. Die Arzneiverfügbarkeit für die Haut kann mithilfe des USP 5 (o. ä.) Auflösungstests überprüft werden. Möglicherweise muss der Stabilitätstest auf zwei verschiedene Weisen angegangen werden. Beschleunigtes Altern ist nach ASTM F1980 die normale Vorstufe zum Testen von Medizinprodukten, wohingegen das ICH-Verfahren eher für hitzelabile Wirkstoffe in Frage kommt. Nach dem Alterungsprozess sollten die Verfügbarkeit und chemische Integrität des Arzneimittels verifiziert werden (zusammen mit der Auflösungsrate des Arzneimittels und den Klebeeigenschaften der Pflasterunterseite). Wenn das Pflaster steril geliefert werden soll, muss auch die Sterilität verifiziert werden. Das Pflaster ist im Grunde nichts anderes als ein pharmazeutischer Behälter, der gelagert und bei Bedarf eingesetzt wird. Daher müssen hier auch Prüfungen auf extrahierbare und auslaugbare Stoffe vorgenommen werden.

Die Bioverfügbarkeit ist vielleicht am allerschwierigsten zu überprüfen. MET bietet In-vitro und In-vivo-Studien an. Zu den In-vitro-Studien gehören standardmäßige Auflösungstests, ähnlich wie in USP<724> angegeben. Diese Monographie beschreibt eine Vielzahl von Methoden, die für transdermale Produkte angewandt werden (v. a. Methode 5 – der Paddeltest und Methode 6 – der Test mit der rotierenden Scheibe). Ähnliche Tests werden in E.P. 2.9.4. beschrieben.

Der API-Transfer wird an Ex-vivo-Membranen von Schwein oder Mensch getestet und wirft einige Fragen und Probleme auf, doch hätte das Verfahren durchaus seine Bedeutung bei der Überprüfung der Bioverfügbarkeit aus Transdermalpflastern. Einerseits betont die Europäische Arzneimittelagentur EMA in ihrem Leitfaden zur Entwicklung von Pharmaka die Bedeutung der Kompatibilität der Komponenten des Pflasters mit dem Wirkstoff, andererseits sagt sie aber auch, dass die Freisetzungscharakteristika des Wirkstoffs im Patch mithilfe spezieller Diffusionszellen bestimmt werden sollten, die eine klare und angemessene Barriere darstellen.

Die Arzneimittelkompatibilität sollte mit einer chemischen Analyse der extrahierbaren und auslaugbaren Stoffe überprüft werden.

Schließlich findet sich guter Rat zu den Anforderungen in der Qualitätsleitlinie der Europäischen Arzneimittelagentur: EMA/CHMP/QWP/608924/2014 – 23. Oktober 2014.

Fordern Sie hier das Designvalidierungsprogramm von MET für Transdermalpflaster an.

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