CCIT-Tests

INTEGRITÄTSPRÜFUNG GESCHLOSSENER BEHÄLTER

Es gibt viele Pharmaprodukte, die steril geliefert werden:

  • Vorgefüllte Spritzen
  • Kartuschen
  • Durchstechflaschen
  • Autoinjektoren
  • Und viele mehr.

Die Integritätsprüfung geschlossener Behälter (CCI-Tests) ist ein integraler Bestandteil der Design- und der Prozessvalidierung für diese Produkte, wenn eine Kontamination vermieden werden muss.

Die FDA hat Leitlinien für CCI-Tests anstelle von anderen Sterilitätsprüfverfahren herausgegeben, die auf ihrer Webseite verfügbar sind. Zusätzlich gibt es hier weitere Informationen: 21CFR211.94, EudraLex Band 4 Teil II, ICH – QC5, und USP <1207>.

Wie funktionieren CCI-Tests?

Der CCI-Test ist eine Methode zum Nachweis, dass zwischen dem Inhalt des Behälters und der äußeren Umgebung kein Leck (bzw. keinen Flüssigkeitspfad) gibt. Er dient zur Feststellung, ob eine Kommunikation zwischen dem Inhalt der Durchstechflasche und der Umgebung außerhalb der Durchstechflasche hergestellt werden kann. Wir ziehen hier nur zerstörungsfreie Methoden in Betracht Es gibt auch destruktive Prüfverfahren wie z. B. Farbeindringung und mikrobielle Eindringung.

Arten zerstörungsfreier Tests

Zerstörungsfreie Methoden umfassen die Spurengasanalyse und Vakuumabfall (in einigen Fällen können elektromagnetische Absorption und elektrostatische Entladung angewendet werden).

Vakuumabfalltest

Bei der Vakuumabfallmethode werden Durchstechflaschen in ein kleines Prüfinstrument eingesetzt, das geschlossen und auf das dann ein Vakuum angelegt wird. Wenn der Behälter ein Leck hat, reduziert sich das erwartete Vakuum im Prüfinstrument (um die Durchstechflasche herum). Alternativ wird dieser Test unter Wasser durchgeführt und vom Behälter kommende Blasen werden visuell inspiziert.

Bei einem elektronischen Test kann die Größe des Lecks anhand der Druckänderungsrate berechnet werden. Flexible Behälter können gedrückt (gequetscht) werden, wobei auch hier wieder visuell nach Lecks gesucht wird.

Spurengasanalyse

Um den Einsatz produktspezifischer Instrumente oder Wasser zu vermeiden, kann eine Spurengasmethode angewendet werden. MET hat eine DIN ISO/IEC 17025-akkreditierte Methode mit Wasserstoff als Spurengas. In diesem Fall werden die Prüfteile in eine Kammer in eine Atmosphäre des Spurengases mit einem leicht erhöhten Druck gelegt.

Nach einer kurzen Einwirkzeit werden die Behälter herausgenommen und mit empfindlichen Elektronikgeräten auf Gaslecks analysiert. Wenn ein Leckpfad vorhanden ist, dann ist das Spurengas in das Produkt eingedrungen. Seine anschließende Freisetzung kann quantifiziert und die Leckstelle kann identifiziert werden. Es ist auch möglich, diesen Test mit einem Helium-Massenspektrometer durchzuführen.